Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) ermöglicht Menschen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, entlastet Orte und Straßen vom Individualverkehr und trägt zur Klimaneutralität bei. Komfortabler ÖPNV kann auch die Wirtschaft durch Standortattraktivität fördern, oder Freizeit außerhalb des eigenen Dorfes selbst ohne Auto ermöglichen. Wir sehen zwar, dass der Landkreis das Angebot in den letzten Jahren auf unser ausdauerndes Drängen hin ausgebaut hat. Dennoch existieren noch immer viele Lücken, viele Orte sind schlecht oder gar nicht angebunden und die Häufigkeit der Fahrten lässt gerade am Abend oder am Wochenende zu wünschen übrig. Trotz angespannter Haushaltslage sehen wir die Notwendigkeit, den ÖPNV weiter auszubauen.
Und wir sind überzeugt, dass dies möglich ist, wenn die vorhandenen Gelder effizienter eingesetzt werden. Wir fordern die Aktualisierung des Nahverkehrsplans, der ein umfangreiches und barrierefreies Angebot mit Bahn, Bus, Rufbussen, Carsharing und Leihrädern sicherstellen soll. Die Erfahrungen aus dem Betrieb des Rufbus-Systems ROSI im östlichen Landkreis in den letzten drei Jahren müssen miteinbezogen werden. Zudem sollte geprüft werden, die Bahnstrecken Rosenheim–Rohrdorf und Bad Endorf–Obing wieder im Linienverkehr zu betreiben. Der Partner des Landkreises, der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV), wird für diese Neukonzeption der ideale Partner sein.