Karl Bär und Victoria Broßart auf der Veranstaltung in Prien am Chiemsee.

Wahlkampfauftakt des Ortsverbands Prien

Klimaschutz in der Landwirtschaft mit Victoria Broßart (Direktkandidatin für den Wahlkreis Rosenheim) und Karl Bär (Direktkandidat für den Wahlkreis Miesbach)

Die Grünen in Prien luden am Dienstag, 27.07.2021 zum Wahlkampfauftakt ins Strandbad Schraml ein. Nach der Begrüßung durch die Ortsverbandssprecherin Claudia Sasse stellte sich zunächst Karl Bär vor. Der 36-jährige Bär ist Direktkandidat für den Bundestag im Landkreis Miesbach und Referent für Agrarpolitik beim Umweltinstitut München. Im Rahmen seiner Tätigkeit für das Umweltinstitut setzt sich Bär seit 2017 gegen den hohen Pestizideinsatz beim Obstanbau in Südtirol ein und kämpft seit letztem Jahr mit einer Klage, die große mediale Aufmerksamkeit erzeugte. Von diesen Erfahrungen berichtete er bei der Veranstaltung.
Danach stellte sich die Rosenheimer Direktkandidatin Victoria Broßart vor. Die 28-jährige Ingenieurin möchte sich im Bundestag insbesondere für die Themen Energiewende durch Ökostrom, Verkehrswende und eine Modernisierung des EEG einsetzen.

Broßart: „Ich stehe als junge Ingenieurin in der Politik für eine Wende. Eine Wende in Sachen Klimaschutz, eine Verkehrswende und eine Energiewende.“

Anschließend widmeten die beiden sich dem Thema Klimaschutz in der Landwirtschaft. Karl Bär berichtete von verschiedenen umweltschonenden landwirtschaftlichen Modellen, die es in seinem Wahlkreis gibt. Beispielsweise wird das Modell des Agroforsts umgesetzt, bei dem Bäume und Sträucher bewusst in die Landwirtschaft einbezogen werden. So werde für mehr Biodiversität und für stabilere Ökosysteme gesorgt, so Bär. Außerdem erzählte er von verschiedenen Modellen von Gemeinschaftsgärten und Solidarischen Landwirtschaften, wo Menschen sich mit qualitativ hochwertigen, lokal produzierten Lebensmitteln versorgen können.

Victoria Broßart ergänzte, dass Deutschland und die EU den Forderungen des Europäischen Green New Deal gerecht werden sollte – dass Deutschland also seinen Teil dazu beitragen muss, dass die EU spätestens bis 2050 C02-neutral wird und eine entsprechende Landwirtschaftspolitik umsetzen muss. Denn Klimaschutz höre nicht an den Staatsgrenzen auf, er müsse europäisch und international gedacht werden.

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